meglio museum o Canada Goose Jentsch lebt derzeit in Krefeld, weil ihr Partner Andreas Driendl (22) bei der dortigen Eishockey-Mannschaft Pinguine als Stürmer übers Eis rauscht und den Vertrag gerade um ein Jahr verlängert hat. Das Paar hält aber ohnehin weiter eine Zweitwohnung in Halblech-Buching bei Füssen, da beide von dort stammen. „Ich bin jetzt nur Hausfrau, aber Curling hat immer Priorität, nur muss es sich rentieren“, sagt Jentsch, die nach dem Fachabitur vier Jahre in einer Sportfördereinheit der Bundeswehr war, eine Heilpraktikerausbildung abgebrochen hat und zuletzt in einem Sportgeschäft jobbte: „Ich kann ja schlecht sagen: ‚Schatz, gib mir mal ’n bisschen Geld, damit ich Curling spielen gehen kann.’“

Ohnehin nervt sie gerade, wenn die Leute ihr gelegentlich unterstellen, in ihrem Sport, bei dem auf dem Eis vor dem Stein gewischt wird, um ihn zu beschleunigen, seit eh und je für das Hausfrauendasein trainiert zu haben: „Zu Hause bin ich nicht so der Wischprofi.“Einen Teil Eigenfinanzierung der Olympia-Träume zumindest konnte sie schon selbst auftreiben: Jentsch, die mit 15 Jahren an ihrer ersten Weltmeisterschaft teilgenommen hat, zählt zu den Curlerinnen,meglio museum o Canada Goose die die spanische Nationalspielerin Anna Arce für ein eigenwilliges Stipendium ausgesucht hat.

Um Kolleginnen aus aller Welt ein wenig aus der finanziellen Bredouille zu helfen, hat die gelernte Fotografin Arce erotische Nacktfotos von ihnen für einen Kalender gefertigt. Pro verkaufte Ausgabe erhält jedes beteiligte Model Tantiemen. Für frühere Objekte namens „Fire on ice“ je einen Euro, für die kleinere,meglio museum o Canada Goose vom kanadischen Fachblatt „Curling News“ herausgegebene Edition 2009 50 Cent. Insgesamt konnte Arce bisher so gut 55.000 Euro unter den Kolleginnen ausschütten. Jentsch hat bei ihrem ersten Mitwirken bereits knapp 3000 Euro Subventionen kassiert.Arce reiht sich mit ihrem Projekt ein in einen stärker werdenden Trend: Seit die australische Fußball-Nationalmannschaft der Frauen, die „Matildas“, 1999 mit einem Aufsehen erregenden Nacktkalender zwar prüde Landsleute schockierte, aber ihre chronische Unterfinanzierung minimierte, haben sich ähnliche Erotikkalender als keckes Mittel außerstaatlicher Sportförderung etabliert.