Wohl kaum etwas anderes kaufen Frauen so gerne wie Schuhe und Taschen. Kein umständliches Aus- und Ankleiden bei der Anprobe, kein Anstehen an der Umkleidekabine. Einfach Reinschlüpfen oder Umhängen. Fertig ist der neue Look. Auch bei Präsentation und Dekoration sind Schuh und Tasche vergleichsweise unkompliziert. Mit ein paar kleinen Hilfsmitteln kann man fantasievolle Bilder bauen.SCHLICHTE AUSSTELLUNGSSTÜCKE. Ganz clean, fast schon wie Exponate im Museum, werden Schuhe vor allem im Topgenre, zunehmend aber auch im breiten Markt, gerne präsentiert. Bei Amorph in Berlin sind es Metall-Regale, die jeweils nur einen einzigen Schuh tragen.

Pohland in Köln setzt neonfarbene Plexiglas-Böden ein, und der niederländische Herrenausstatter Suitsupply zeigt seine Schuhe in roten, beleuchteten Nischen. Blicke auf sich zieht auch die Gestaltung der Manolo Blahnik-Fläche bei Liberty in London. Dort werden die verführerischen Luxus-Schuhe des spanischen Schuhdesigners von surrealen weißen Handskulpturen präsentiert, die aus einer weißen Wand ragen.Dass man für eine stimmungsvolle, frühlingshafte Dekoration nicht viel braucht, stellt Saks Fifth Avenue unter Beweis. Auf einer zartgrün gestrichenen Bank werden nur ein Paar Schuhe und eine passende Handtasche gezeigt. Zum Frühjahrsputz lädt das Schaufenster von Frau Schober ein. Die Fuldaer Schuhhändlerin hat dazu allerlei Putz-Utensilien wie Staubwedel, Toilettenbürsten, Spültücher, Schwämme und eine Leiter zu einem bunten Arrangement zusammengefügt. So einfach wie wirkungsvoll.

Das spanische Modelabel Desigual serviert seine farbenfrohen Schuhe auf einer reich gedeckten, weißen Tafel. Farbe ist auch ein wichtiges Gestaltungselement im Kölner Clarks-Store. Ein kobaltblaues Fahrrad transportiert dort die neuen Frühjahrsschuhe. Und auch das Taschenfenster im Berliner KaDeWe macht Lust auf Meer und mehr.Barbara Seitz, 43, Sekretärin: „Ich habe bisher weder für Weihnachten noch für Silvester eine konkrete Planung, deshalb habe ich ihr mir auch noch keine Gedanken gemacht, was ich anziehen werde. In den nächsten Wochen werde ich mal einen Blick in meinen Kleiderschrank werfen und dann spontan entscheiden, ob etwas Neues her muss.“Harald Nagel, 48, Bürokaufmann: „Ein ganzes Outfit werde ich wohl nicht benötigen, aber ein neues, schickes Hemd könnte es in diesem Jahr mal wieder sein. Auf eine bestimmte Marke bin ich dabei nicht festgelegt. Hauptsache es sitzt gut und kostet nicht mehr als 50 Euro.“