Gegründet wurde das Unternehmen vor 60 Jahren unter dem Namen Metro Sportswear von Sam Tick, der einst aus Polen nach Kanada einwanderte. Seit 2001 wird es von seinem Enkel Dani Reiss geführt.
Ursprünglich wollte Reiss Schriftsteller werden, auch, weil sich für die Marke Canada Goose in seinem Heimatland nur noch jene interessierten, die wirklich in der Kälte lebten oder arbeiteten. Doch dann, erzählte er einmal, habe er ein „Erweckungserlebnis“ gehabt: Auf einer Messe in Deutschland sei das Interesse an den Goose-Parkas so groß gewesen, dass er beschlossen habe, richtig in der Firma einzusteigen.
Der Erfolg wirft auch Fragen auf, die schon 2010 einmal Thema waren: Damals schaute die gesamte Familie von Justin Trudeau – damals einfacher Politiker, heute Kanadas Premierminister – auf einer Grußkarte zu Weihnachten unter pelzbewehrten Canada-Goose-Kapuzen hervor. Das brachte der Familie Kritik von Tierschutzorganisationen ein. Das Unternehmen behauptet, dass es seine Kojotenpelze ausschließlich aus Gebieten bezieht, in denen die Tiere „reichlich vorhanden“ oder „gar als Plage“ empfunden werden. Es betonte damals, dass Pelze nur dann eingesetzt würden, wenn es „absolut notwendig“ sei. Wie das Unternehmen seinen Anspruch auf nachhaltige Produktion bei Pelz (und Daune) gerecht werden will, wenn sich die Verkäufe künftig deutlich erhöhen, sagt Canada Goose bislang nicht.