Wegen schwerer Waldbrände in der kanadischen Provinz Alberta haben die Behörden angeordnet, Zehntausende Bewohner der Provinz Alberta in Sicherheit zu bringen. Die Behörden forderten am Dienstag die 80.000 Einwohner von Fort McMurray auf, die Stadt zu verlassen. „Das ist die größte Evakuierung in der Geschichte der Provinz“, sagte die Ministerpräsidentin der Provinz Alberta, Rachel Notley. Zuvor war ein Ascheregen auf Teile der Stadt niedergegangen.Bislang gebe es keine Verletzten, auch die Ölförderung sei nicht betroffen. Alberta ist das Herz der kanadischen Ölindustrie. Das Feuer schnitt den Bewohnern den Weg in den Süden ab, so dass sie Zuflucht in den Camps der Ölkonzerne nördlich der Stadt suchten. Bislang habe man erst für 6000 Menschen eine sichere Unterkunft gefunden, sagte Notley.

Eigentlich genügt es, sich auf eine der lauschigen Almwiesen hoch über der Rheinschlucht zu fläzen. Wenn dann der Blick zu den zackigen Gipfeln der Signinagruppe schweift und über die weiten, offenen Täler, die häufig Sonne abbekommen, dann ist die Welt schon ziemlich in Ordnung. Noch schöner ist der Anblick nach einem fein komponierten Imbiss aus Hirschcarpaccio mit Birnenravioli im nahen Restaurant Conn. Das Zusammenspiel von Lage und Licht hat hier etwas Besonderes. Das haben lange vor uns schon die Maler überrissen: Giovanni Giacometti bannte die grünschillernden Nuancen des nahen Caumasees – sozusagen ein Stück Schweizer Karibik – in impressionistisch-pointillistischer Manier auf die Leinwand. Heute hängt eines dieser Gemälde im Entrée des kontrastreichen, vielschichtigen Luxushotels Waldhaus Flims.

Doch zurück zur Natur. Jetzt heißt es erst einmal, den Spuren der größten alpinen Katastrophe überhaupt zu folgen, denn diese verformte und prägte die Gegend für immer. Beim Flimser Bergsturz vor rund zehntausend Jahren rasten Unmengen brüchigen Kalksteins, etwa zehn Kubikkilometer, hinunter ins Rheintal und verschütteten es. Der Rhein staute sich zu einem See. Im folgenden Spiel der Elemente gewann das Wasser: Der Fluss fräste einen tiefen Einschnitt ins gestaute Gestein – und schuf damit die Vorderrheinschlucht, genannt Ruinaulta. Die Abrutschfläche verwaldete und zwischen den zahlreichen Wurzeln entwickelte sich weich federnder Waldtorfboden. Wellnessboden könnte man ihn nennen. Von den reichen Wäldern hat übrigens auch die Region ihren Namen: Surselva.