Zum aktuellen Gleichstand beim Bierpreis zwischen den beiden Spielklassen trug in diesem Jahr auch ein neuer Rekordwert für den Literpreis bei – aufgestellt vom TSV 1860 München. Die „Löwen“ und ihr Bierpartner Hacker-Pschorr stockten den Verkaufspreis um fünf Prozent auf. Damit kostet ein Liter Bier bei den Heimspielen in der Allianz Arena seit Saisonbeginn 8,80 Euro (0,5-Liter-Becher: 4,40 Euro). Der Münchner Traditionsverein wird somit zum teuren Spitzenreiter aller 36 Clubs.Im Gesamtranking rangieren hinter 1860 auf den folgenden Plätzen vier weitere Zweitligisten: 1. FC Heidenheim, Arminia Bielefeld, Eintracht Braunschweig sowie Aufsteiger Würzburger Kickers mit jeweils 8,75 Euro pro Liter. Erst auf dem sechsten Rang steigen mit Eintracht Frankfurt und Werder Bremen (je 8,60 Euro) die ersten beiden Bundesligisten in den Preisvergleich ein.

Wie in den Vorjahren sind jedoch auch in dieser Saison die Preisspannen innerhalb der Ligen groß. Zweitliga-Schlusslicht SV Sandhausen (7 Euro) ruft beispielsweise fast zwei Euro weniger pro Liter auf als Spitzenreiter 1860 München.Ähnlich ist das Verhältnis in Liga eins zwischen Werder und der Eintracht an der Spitze sowie RB Leipzig, dem Schlusslicht. Der Erstliga-Aufsteiger hat mit einem verhältnismäßig niedrigen Bierpreis von sieben Euro pro Liter sogar Borussia Dortmund (7,40 Euro) den langjährigen Rang als Bundesligist mit dem günstigsten Bier an den Stadionkiosken abgelaufen.Kaum Veränderungen gibt es indes bei den in der Liga vertretenen Bierpartnern – vor allem wegen der in der Regel langfristig abgeschlossenen Verträge. Insgesamt 34 unterschiedliche Marken werden in den Fußballarenen Wochenende für Wochenende ausgeschenkt; die am häufigsten vertretene ist mit fünf Vereinen wie in den vergangenen Jahren Bitburger.

Eine ähnliche Preisentwicklung wie an der Biertheke gibt es im Ligen-Vergleich auch an den Grillständen. Sukzessive haben die Fußball-Zweitligisten die Kosten für eine Bratwurst jenen der Erstligisten angenähert. Im Schnitt 2,70 Euro wurden für die Wurst in der 2. Liga noch vor vier Jahren verlangt, heute sind es drei Euro und damit nur noch zehn Cent weniger als in der Bundesliga.Spitzenreiter sind wie in den vergangenen Jahren die Münchner Clubs FC Bayern und 1860, die mit 3,90 Euro pro Bratwurst 1,40 Euro mehr verlangen als die günstigsten Clubs (je 2,50 Euro pro Bratwurst bei Union Berlin, Eintracht Braunschweig, Erzgebirge Aue und dem FC St. Pauli).